„Ich habe eine Website – aber weiß ich eigentlich, ob Google sie überhaupt findet?“ Diese Frage höre ich in meinen Workshops erstaunlich oft, meist von Betreibern, die viel Geld in Design und Content gesteckt haben, aber noch nie einen Blick hinter die Kulissen ihrer eigenen Suchmaschinen-Präsenz geworfen haben. Dabei stellt Google mit der Search Console ein kostenloses Werkzeug bereit, das genau diese Frage beantwortet – und noch einiges mehr.
Wie finde ich mich bei der Google Search Console ein, und was mache ich anschließend damit? Kurz gesagt: Sie richten die Search Console in fünf Schritten ein – Property anlegen, Inhaberschaft bestätigen, Sitemap einreichen –, warten wenige Tage auf erste Daten und werten dann Klicks, Impressionen, Indexierung und technische Fehler aus. Diese Daten zeigen konkret, welche Inhalte funktionieren und wo Handlungsbedarf besteht.
TL;DR – Google Search Console: Einrichten, Verstehen, Nutzen: Kostenloses Google-Tool in 5 Schritten einrichten und richtig auswerten
- Kostenlos: Die Search Console ist für jeden verifizierten Website-Eigentümer gratis nutzbar, bis zu 1.000 Properties pro Konto – für KMU-Websites praktisch nie ein Thema.
- Fünf-Schritte-Setup: Property anlegen (Domain- oder URL-Präfix-Typ) → Inhaberschaft bestätigen (Domain-Property ausschließlich per DNS, URL-Präfix über mehrere Verfahren) → Sitemap einreichen → erste Daten abwarten → auswerten.
- Domain-Property empfohlen: Deckt alle Subdomains sowie HTTP und HTTPS ab (offiziell auch FTP) und ist unabhängig vom CMS; wechselt dabei die DNS-Zone (z. B. bei einem DNS-Providerwechsel), muss der Verifizierungseintrag mit umziehen.
- Vier zentrale Bereiche und Werkzeuge: Leistungsbericht (Klicks/Impressionen/CTR/Position), Seitenindexierung, URL-Prüftool, Core Web Vitals.
- Meine monatliche Empfehlung: Sicherheitsprobleme und manuelle Maßnahmen kurz mitprüfen (Google informiert bei neuen Fällen zusätzlich über Search Console und E-Mail) – bei Befund erst Ursache beheben, dann Überprüfung beantragen.
- Neu seit Juni 2026: Zwei neue Generative-AI-Performance-Berichte (Suche und Discover) – Rollout läuft ohne öffentliche Länderliste, ob/wann er in Österreich sichtbar wird, ist offen.
- GSC vs. GA4: GSC zeigt Sichtbarkeit vor dem Klick, GA4 zeigt Verhalten nach dem Klick – beide Tools ergänzen sich.
⏱️ Lesezeit: 9 Minuten 💡 Level: Anfänger
Was ist die Google Search Console – und wozu brauche ich sie?
Die Google Search Console (kurz GSC) ist Googles offizielles, kostenloses Diagnose-Werkzeug für Website-Betreiber. Sie beantwortet eine einzige, aber zentrale Frage: Wie sieht Google Ihre Website – und wie finden Nutzer Sie über die Suche? Das unterscheidet die GSC klar von Google Analytics (GA4): GA4 zeigt, was Besucher tun, nachdem sie auf Ihrer Seite gelandet sind. Die GSC zeigt, was davor passiert – welche Suchanfragen zu Ihrer Seite führen, welche Seiten Google überhaupt kennt und wo es beim Auffinden oder Indexieren hakt. Beide Tools ergänzen sich, keines ersetzt das andere.
In meinen Workshops erlebe ich häufig, dass genau dieser Unterschied für Verwirrung sorgt. Ein Teilnehmer hatte GA4 bereits eingerichtet und war überrascht zu hören, dass er trotzdem „nichts über sein Google-Ranking“ sehen konnte. Kein Wunder: GA4 misst Verhalten nach dem Klick, nicht die Sichtbarkeit davor. Wer wissen will, ob eine Seite überhaupt in den Suchergebnissen erscheint, kommt an der Search Console nicht vorbei.
Der zweite Pluspunkt: Die GSC kostet nichts. Es gibt kein Abo, ein Konto darf aktuell bis zu 1.000 Properties verwalten – für die allermeisten Unternehmen mit einer Handvoll Domains irrelevant –, und jeder verifizierte Website-Eigentümer kann sie nutzen. Für ein KMU ohne eigenes Marketing-Team ist das eine der wenigen SEO-Ressourcen, die sofort und ohne Budget-Diskussion einsetzbar sind.
Google Search Console einrichten – Schritt für Schritt
Die Einrichtung dauert bei den meisten Websites keine 15 Minuten. Der eigentliche Aufwand liegt nicht im Klicken, sondern in einer einzigen Entscheidung gleich zu Beginn: welchen Property-Typ Sie anlegen.
Property-Typ wählen: Domain oder URL-Präfix
Für klassische Website-Properties unterscheidet Google zwei Arten (seit Juli 2026 gibt es zusätzlich sogenannte Platform Properties für Social- und Video-Konten wie Instagram, TikTok, X oder YouTube – für den normalen Website-Betrieb bleiben aber die beiden folgenden Typen relevant). Die Domain-Property deckt automatisch alle Subdomains sowie http:// und https:// ab (offiziell zählt Google zusätzlich das für den praktischen Website-Betrieb längst irrelevante ftp dazu) – also www.ihredomain.at, ihredomain.at und jede weitere Subdomain in einem einzigen Konto. Sie lässt sich ausschließlich per DNS-Eintrag verifizieren. Die URL-Präfix-Property deckt dagegen alle URLs ab, die mit einer bestimmten Adresse beginnen – bei https://www.ihredomain.at/ also auch jede Unterseite darunter, aber weder die HTTP-Version noch die Domain ohne „www“ noch andere Subdomains. Dafür stehen mehrere Verifizierungswege zur Auswahl.
Für die meisten KMU-Websites empfehle ich die Domain-Property. Der Grund: Sie müssen sich später nie wieder Gedanken machen, ob eine neue Subdomain oder eine spätere Umstellung von HTTP auf HTTPS außerhalb der Sichtbarkeit liegt. Der einmalige DNS-Eintrag ist der einzige Mehraufwand, und der lohnt sich.
Inhaberschaft bestätigen
Für die Domain-Property bestätigen Sie die Inhaberschaft über einen DNS-Eintrag bei Ihrem Domain-Provider – meist ein TXT-Eintrag, den Ihnen die Search Console anzeigt, je nach Anbieter auch per CNAME oder über eine automatische Provider-Verifizierung. Das ist der von Google empfohlene Weg, weil er die gesamte Domain dauerhaft abdeckt und unabhängig vom CMS funktioniert – der Eintrag hängt an der Domain, nicht an der Website-Installation. Wichtig: Wechselt dabei die DNS-Zone – etwa weil Sie den DNS-Provider wechseln –, muss der Bestätigungseintrag dort erhalten bleiben, sonst geht die Verifizierung verloren. Ein reiner Hosting-Wechsel ohne DNS-Änderung betrifft das nicht.
Bei der URL-Präfix-Property stehen Ihnen zusätzlich vier weitere Wege offen: ein HTML-Tag im <head>-Bereich Ihrer Startseite (meist sofort wirksam, aber bei einem Website-Relaunch leicht zu verlieren), der Upload einer HTML-Datei ins Stammverzeichnis, oder die Bestätigung über Google Analytics bzw. Google Tag Manager – dafür brauchen Sie dasselbe Google-Konto wie in der Search Console sowie Bearbeitungsrechte für die auf der Website verwendete Google-Analytics-Property bzw. Publish-/Admin-Rechte im verwendeten Tag-Manager-Container.
🚀 Erste Schritte davor: Bevor Sie die Search Console überhaupt einrichten, sollte Ihre Website die SEO-Grundlagen abdecken – wie das gelingt, zeigt mein Einsteiger-Guide zu SEO für KMU.
Sitemap einreichen
ℹ️ Transparenz-Hinweis (Werbung): Der Link zu SEOPress* ist mit einem Sternchen (*) markiert und ein Affiliate-Link. Schließen Sie darüber einen Vertrag ab, erhalte ich eine Provision – für Sie bleibt der Preis exakt gleich. Ich setze SEOPress selbst auf dieser Website ein.
Nach der Verifizierung tragen Sie unter „Indexierung → Sitemaps“ die Adresse Ihres Sitemap-Index ein. Der genaue Pfad hängt vom CMS bzw. SEO-Plugin ab: WordPress-Core erzeugt standardmäßig /wp-sitemap.xml, die verbreiteten SEO-Plugins Yoast und Rank Math nutzen dagegen /sitemap_index.xml. Ich selbst setze auf dieser Website SEOPress* ein, das standardmäßig /sitemaps.xml verwendet, andere gängige Pfade aber automatisch dorthin weiterleitet – prüfen Sie die tatsächlich erzeugte Adresse am besten einfach direkt im Browser, bevor Sie sie einreichen. Die Sitemap hilft Google, neue oder geänderte Seiten zu entdecken und effizienter zu crawlen – eine Garantie für schnelles Crawling oder Indexierung ist sie nicht, aber korrekte <lastmod>-Zeitstempel unterstützen Google zusätzlich bei der Crawl-Planung. Danach heißt es abwarten: Bei einer neu hinzugefügten Website kann es laut Google bis zu einer Woche dauern, bis überhaupt Daten erscheinen – bis sich daraus ein wirklich aussagekräftiges Bild ergibt, dauert es bei wenig Suchtraffic in der Praxis oft entsprechend länger.
Die wichtigsten Berichte verstehen
Eine eingerichtete Search Console ohne Auswertung ist wie ein Auto-Cockpit, auf das nie jemand schaut. Vier Bereiche liefern in der Praxis den größten Nutzen.
Der Leistungsbericht ist das Herzstück der GSC. Er zeigt Klicks, Impressionen, Klickrate (CTR) und durchschnittliche Position – aufschlüsselbar nach Suchanfrage, einzelner Seite, Land und Gerät. Hier sehen Sie zum Beispiel, für welche Begriffe Ihre Seite zwar oft eingeblendet wird (hohe Impressionen), aber kaum geklickt wird (niedrige CTR) – ein Hinweis darauf, dass Title oder Meta-Description überarbeitet werden sollten.
Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt die Gesamtzahlen indexierter und nicht indexierter Seiten sowie die Gründe für den Ausschluss – typische Gründe sind etwa doppelter Content (Google hat eine andere Seite als kanonisch bestimmt), eine Blockade durch die robots.txt-Datei oder der Status „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“. Wichtig dabei: robots.txt steuert in erster Linie, ob Google eine Seite crawlt – es ist kein zuverlässiges Mittel, eine URL aus dem Index fernzuhalten, eine gesperrte Seite kann trotzdem über externe Links gefunden und angezeigt werden. Die Detailansichten im Bericht enthalten außerdem nur Beispiel-URLs mit maximal 1.000 Einträgen; für den Status einer einzelnen konkreten URL nutzen Sie stattdessen das URL-Prüftool. Das ist alles die Grundvoraussetzung für jedes Ranking: Eine Seite, die nicht im Index liegt, kann in keiner Suchanfrage erscheinen, egal wie gut ihr Content ist. Das URL-Prüftool zeigt zunächst den zuletzt von Google erfassten Indexierungsstatus einer URL; per separatem „Live-Test“ lässt sich zusätzlich prüfen, ob die aktuell ausgelieferte Seite grundsätzlich indexierbar ist. Nach einer Korrektur können Sie darüber eine erneute Indexierung anfordern – eine Garantie oder sofortige Aufnahme in den Index gibt es dabei allerdings nicht.
Der Bericht zu den Core Web Vitals basiert auf echten Nutzerdaten, nicht auf Laborwerten, und bewertet drei Kennzahlen: Ladezeit (LCP höchstens 2,5 Sekunden), Reaktionsfähigkeit (INP höchstens 200 Millisekunden) und visuelle Stabilität (CLS höchstens 0,1).
📊 Tiefer einsteigen: Wie Sie diese drei Werte bei einer WordPress-Website gezielt verbessern, beschreibe ich Schritt für Schritt in WordPress Performance: Ladezeiten verbessern in 5 Schritten.
Zuletzt: Meine Empfehlung ist, die Bereiche Sicherheitsprobleme und Manuelle Maßnahmen mindestens einmal monatlich kurz mitzuprüfen – Google informiert bei neuen Fällen zwar zusätzlich über Search Console und E-Mail, ein kurzer eigener Blick schadet aber nicht. Eine manuelle Maßnahme verhängt Google, wenn ein menschlicher Prüfer feststellt, dass Seiten oder die ganze Website gegen die Google-Spam-Richtlinien verstoßen, etwa wegen unnatürlicher Backlinks oder Spam-Inhalten – die Folge reicht von schlechterem Ranking bis zur vollständigen Entfernung aus den Suchergebnissen. Der Sicherheitsprobleme-Bericht warnt dagegen vor Malware oder gehackten Inhalten auf Ihrer Seite. In beiden Fällen gilt dieselbe Reihenfolge: erst die Ursache beheben, dann bei Google die Überprüfung beantragen – nicht umgekehrt.
Neu 2026 – KI-Sichtbarkeit in der Search Console (Ausblick)
Seit Juni 2026 rollt Google zwei neue Generative-AI-Performance-Berichte aus: einen für die klassische Google-Suche (AI Overviews und AI-Modus) und einen separaten für generative KI-Funktionen in Discover. Beide zeigen, wie oft eine Seite innerhalb der jeweiligen KI-Funktion ausgespielt wurde, aufgeschlüsselt nach Seite, Land und Datum – die Geräte-Dimension gibt es aktuell nur im Bericht für die Google-Suche. Noch fehlen in beiden Berichten Suchbegriffe, Klicks und Klickrate; Google kündigt lediglich an, die Berichte mit der Zeit zu erweitern, ohne diese Kennzahlen konkret zuzusagen. Wichtig für die Interpretation: Die KI-Impressionen sind nicht zusätzlich zu Ihren bisherigen Zahlen zu verstehen – Google zählt sie weiterhin ganz normal im ursprünglichen Leistungsbericht mit, die neuen Berichte machen diesen Anteil lediglich separat sichtbar.
Wichtig für die Erwartungshaltung: Google selbst veröffentlicht keine offizielle Länderliste und spricht nur allgemein von einem schrittweisen Rollout an „einen Teil der Website-Eigentümer“. Der Test startete Anfang Juni 2026 zunächst bei einem Teil der Website-Betreiber in Großbritannien – im Zusammenhang mit neuen Anforderungen der britischen Wettbewerbsbehörde CMA an Kontrolle und Transparenz bei generativer KI in der Suche –, wurde aber bereits kurz danach auf weitere Länder ausgeweitet; SEO-Fachleute berichteten unter anderem von Zugängen in Indien, der Schweiz und den USA. Ob und wann der Bericht auch in einer österreichischen Property auftaucht, ist damit offen: Google nennt keinen Termin, und die Property braucht zusätzlich genug KI-Impressionen, damit im Bericht überhaupt Daten erscheinen. Sehen Sie in Ihrer eigenen Search Console noch nichts, kann das also am Rollout-Stand oder schlicht an zu wenig Daten liegen. Verwechseln Sie das nicht mit AI Overviews selbst: Diese KI-generierten Antwortkästen in der normalen Google-Suche sind in Österreich längst live – nur der zusätzliche Auswertungsbericht darüber in der Search Console ist noch nicht überall angekommen.
⚙️ Einordnung der KI-Suche: Wie sich SEO, GEO und KI-Sichtbarkeit insgesamt zueinander verhalten und was davon für KMU wirklich relevant ist, ordne ich in SEO vs. GEO vs. AIO: Suchmaschinenoptimierung im Zeitalter der KI-Suche ein.
Zusätzlich zum reinen Reporting rollt Google eine Steuerungsmöglichkeit aus, mit der Website-Betreiber ihre Property von generativen KI-Funktionen ausschließen können, ohne dass sich das auf das reguläre organische Ranking auswirkt. Die Einstellung gilt jeweils für die gewählte Search-Console-Property; eine einzelne URL lässt sich damit nicht direkt auswählen, separat angelegte untergeordnete URL-Präfix-Properties können aber eine eigene, abweichende Einstellung erhalten. Wichtig zur Abgrenzung: Dieser Schalter ist kein Opt-out vom KI-Training – dafür verweist Google auf das separate Google-Extended-Token in der robots.txt. Er steuert nur, ob Ihre Inhalte in AI Overviews, AI-Modus und den generativen Discover-Funktionen dargestellt bzw. zur Fundierung von Antworten genutzt werden; für die normale Google-Suche insgesamt dürfen die Inhalte weiterhin verwendet werden. Auch diese Steuerung befindet sich weiterhin im schrittweisen Rollout – ein Punkt, den ich weiterverfolge, sobald sie in meiner eigenen Search-Console-Property verfügbar ist.
GSC in der Praxis – so nutze ich die Daten selbst
Theorie allein bringt wenig, deshalb ein Blick in meine eigene Praxis: Ich werte die Search-Console-Daten meiner eigenen Website monatlich aus, mit klarem Fokus statt Zahlen-Sammelei. Drei Filter liefern dabei den größten Erkenntnisgewinn, gerade für KMU ohne eigenes SEO-Team.
Erstens der Vergleich zum Vormonat: Steigen Impressionen, während die Klicks stagnieren, sinkt die CTR – für mich zunächst nur ein Anlass, Suchanfragen, Positionen und die betroffenen Seiten genauer zu prüfen, nicht gleich eine fertige Diagnose. Liegt eine Seite dabei schon gut in der Position und wird trotzdem wenig geklickt, sind Title und Snippet oft ein sinnvoller Hebel. Zweitens die Filterung nach Seiten mit vielen Impressionen und einer durchschnittlichen Position zwischen etwa 8 und 15 – für mich mögliche „Quick Wins“, bei denen sich eine gezielte Überarbeitung häufig besonders lohnt, statt komplett neuen Content zu produzieren. Die durchschnittliche Position ist dabei kein fixer Rang, sondern ein über viele Impressionen gemittelter Wert, deshalb schaue ich sie mir nie isoliert an, sondern immer zusammen mit Suchanfrage, Impressionen und Klicks. Drittens die Suchanfragen-Filterung nach dem eigenen Themenfeld, um zu erkennen, mit welchen Formulierungen echte Nutzer tatsächlich suchen – oft anders, als man es selbst formulieren würde (Google zeigt hier aus Datenschutz- und technischen Gründen nicht jede einzelne Anfrage, insbesondere sehr seltene können in der Tabelle fehlen).
💡 Aus der Praxis: Wie so eine monatliche Auswertung konkret aussieht und welche Content-Entscheidungen daraus entstehen, zeigt mein Einsteiger-Guide zu SEO für KMU, der die Search Console bereits als Quick-Win-Werkzeug einordnet.
Diese drei Blickwinkel entscheiden bei mir regelmäßig, welches Thema als Nächstes einen Artikel bekommt oder welche bestehende Seite eine Überarbeitung braucht. Die Search Console liefert damit nicht nur Diagnose-Daten, sondern eine direkte Content-Roadmap – vorausgesetzt, man schaut auch tatsächlich regelmäßig hinein.
Häufige Fehler & Troubleshooting
Drei Probleme begegnen mir in der Praxis immer wieder. Erstens: Die Verifizierung schlägt fehl. Häufigste Ursache ist ein DNS-TXT-Eintrag, der nicht korrekt oder mit einem Tippfehler gespeichert wurde, oder schlicht zu wenig Wartezeit – DNS-Änderungen brauchen manchmal mehrere Stunden, bis sie global verbreitet sind. Prüfen Sie den Eintrag notfalls über ein separates DNS-Lookup-Tool, bevor Sie erneut auf „Bestätigen“ klicken.
Zweitens: „Keine Daten trotz korrekter Property„. Das ist meist kein Fehler, sondern reine Wartezeit. Performance-Daten werden laut Google üblicherweise mit einigen Tagen Verzögerung sichtbar, bei einer neu hinzugefügten Website kann es bis zu einer Woche dauern, bis überhaupt Daten erscheinen. Die jüngsten Werte gelten dabei zunächst als vorläufig und können sich noch innerhalb der nächsten Stunden ändern. Bis sich daraus ein wirklich aussagekräftiges Bild ergibt, dauert es in meiner Praxis oft eher ein bis zwei Wochen. Panik ist hier fehl am Platz – Geduld dagegen angebracht.
Drittens: Indexierungsprobleme. Der Status „gecrawlt, aber derzeit nicht indexiert“ bedeutet zunächst nur genau das: Google hat die Seite gesehen, aber (noch) nicht in den Index aufgenommen – eine erneute Anfrage über das URL-Prüftool ist laut Google dafür nicht nötig. Prüfen Sie stattdessen die betroffenen URLs einzeln; in meiner Praxis sind dünner oder stark ähnlicher Content über mehrere URLs hinweg häufige, aber nicht die einzig möglichen Ursachen – oft hilft mehr Substanz auf der Seite selbst mehr als jede erneute Anfrage an Google.
Fazit: Die Search Console ist Pflichtprogramm, kein Kür-Tool
Die Google Search Console kostet nichts, ist in einer Viertelstunde eingerichtet und beantwortet die Frage, die jeder Website-Betreiber kennen sollte: Wie sieht Google meine Seite eigentlich? Wer sie einmal eingerichtet hat, sollte sie nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern monatlich hineinschauen – die Daten liefern konkrete, umsetzbare Hinweise, welche Inhalte funktionieren und wo es hakt. Die neuen KI-Performance-Berichte zeigen zudem, dass sich das Tool weiterentwickelt, auch wenn sie noch nicht bei jeder Property verfügbar sind. Wer heute mit der Basis beginnt, ist startklar, sobald die nächste Ausbaustufe verfügbar wird.
Häufige Fragen zu Google Search Console
Wie komme ich auf die Google Search Console und melde mich an?
Sie erreichen die Search Console direkt über search.google.com/search-console, nicht über eine App oder ein separates Programm. Ein bestehendes Google-Konto genügt, eine separate Registrierung gibt es nicht. Nach der Anmeldung legen Sie dort eine neue Property für Ihre Domain oder einen bestimmten URL-Präfix an und bestätigen anschließend die Inhaberschaft über einen der verfügbaren Verifizierungswege.
Was macht man mit der Google Search Console?
Man prüft damit, ob und wie Google die eigene Website sieht: welche Seiten indexiert sind, über welche Suchanfragen Nutzer die Seite finden, wie hoch Klicks und Impressionen ausfallen und ob technische Probleme wie Indexierungsfehler oder Sicherheitswarnungen vorliegen. Die Daten dienen als Grundlage für konkrete Content- und Technik-Entscheidungen.
Kann ich SEO selbst machen?
Ja, für viele Grundlagen reicht Eigeninitiative – die Search Console ist dabei ein zentrales, kostenloses Werkzeug ohne Abo (bis zu 1.000 Properties pro Konto). Wer Berichte wie Leistung, Indexierung und Core Web Vitals regelmäßig auswertet und Inhalte entsprechend anpasst, deckt einen großen Teil der klassischen SEO-Arbeit selbst ab, ohne externe Agentur.
Wie lange dauert es, bis ich Daten in der Search Console sehe?
Bei einer neu hinzugefügten Website kann es laut Google bis zu einer Woche dauern, bis überhaupt erste Daten erscheinen, und die jüngsten Werte gelten zunächst als vorläufig. Bis sich daraus ein wirklich aussagekräftiges Bild ergibt, dauert es in der Praxis bei wenig Suchtraffic oft eher ein bis zwei Wochen.
Ihre Erfahrungen sind gefragt!
Wie läuft die Einrichtung Ihrer eigenen Search Console? Haben Sie die Verifizierung schon erfolgreich abgeschlossen, oder kämpfen Sie noch mit fehlenden Daten im Leistungsbericht? In meinen weiteren SEO-Artikeln finden Sie mehr Praxis-Tipps für den Arbeitsalltag.
Quellen:
- Search Console-Hilfe – Leistungsbericht
- Search Console-Hilfe – Seitenindexierung
- Search Console-Hilfe – URL-Prüftool
- Search Console-Hilfe – Core Web Vitals
- Search Console-Hilfe – Property hinzufügen (Property-Limit)
- Search Console-Hilfe – Website-Inhaberschaft bestätigen (DNS, GA, GTM)
- Google Search Central – Build and Submit a Sitemap
- SEOPress – How to enable XML sitemaps
- Search Console-Hilfe – Manuelle Maßnahmen
- Search Console-Hilfe – Leistungsbericht zu generativer KI (Google Suche)
- Search Console-Hilfe – Leistungsbericht zu generativer KI (Discover)
- Search Console-Hilfe – Search generative AI control
- Search Engine Land – Google Search Console AI performance reports and controls to block your content in AI responses
- Search Engine Roundtable – Rollout-Ausweitung über UK hinaus

